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Das Geschenk der Angst - Teil 2

Warum Angst (auch) dein
bester Freund ist!

TEIL 2


Dieser Artikel ist die Fortsetzung von Teil eins dieser Reihe ("Das erste Geschenk deiner Angst") und du findest ihn hier.


"Die ewige Gegenwart ist der Raum,
in dem sich dein gesamtes Leben abspielt,
die einzige Kraft, die beständig ist.
Leben ist Jetzt."
Eckhart Tolle


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Das zweite Geschenk der Angst:
„Ich lehre dich den Moment - das JETZT - zu würdigen und zu leben!"


Angst hat viele Gesichter und daher benutzt es bei ihrem zweiten Geschenk nicht das ursprüngliche Notfall-Programm, welches aus dem Reptiliengehirn stammt (siehe Teil 1 – „Die Angst als dein Bodyguard“).

Denn: Die Angst, dass wir uns vor der Angst zu fürchten bräuchten, macht überhaupt keinen Sinn – ausser dem, wenn wir wirklich bedroht werden (und das ist in unserer Zeit höchst selten der Fall!).
Das zweite Geschenk der Angst ist etwas ganz heiliges und einfach wunderbares! Ich brauchte Jahre um es zu erkennen, aber jetzt bin ich einfach nur dankbar dafür.

Also: Abgesehen von der ursprünglichen Angst, in der wir wahrhaftig bedroht werden (wildes Tier, Naturkatastrophen…), bilden wir uns nur ständig „mögliche“ Gefahren ein!
Jede Angst hat überhaupt nichts mit der Gegenwart zu tun, und befindet sich immer in der Zukunft oder in einer möglichen Wahrscheinlichkeit.

Beispiele werden hier genannt: Die Existenzangst ist eine eingebildete Angst, in der wir befürchten, dass wir in Zukunft kein Geld mehr haben.
Die Angst vor Krankheit ist eine eigenbildete Angst, in der wir befürchten, dass wir in Zukunft sterben oder Schmerz erleiden könnten.
Die Angst, unser Partner könnte uns betrügen, ist – ja genau – ebenfalls eine fiktive Möglichkeit in der Zukunft!
Ebenso die Angst verlassen zu werden und abgelehnt zu werden (was eigentlich die Angst vor dem Tod ist).
Oder nehmen wir die Angst nicht liebenswert zu sein! Können wir das wirklich wissen, oder bilden wir uns das nur ein? Ist sie also real oder eine von uns erdachte mögliche Wahrscheinlichkeit?

Wann immer wir Angst haben, gehen wir davon aus, dass etwas für uns Bedrohliches in naher oder ferner Zukunft eintritt! Diese Bedrohung hat aber nie seine Wirklichkeit im JETZT, sondern liegt immer in einer möglichen Zukunft!

Eckhart Tolle hat einmal sinngemäss gesagt: „Wann immer du Angst hast, kehre in dich ein und frage dich:Gibt es JETZT in diesem Moment wirklich ein Problem?“ Das JETZT meint diese Sekunde und nicht die nächsten fünf Minuten oder der morgige Tag. Jetzt meint eben wirklich: „JETZT“.

Das JETZT meint: Du nimmst wahr, dass du entweder gerade liegst, stehst oder sitzt und deinen Atem dabei beobachtest. Du atmest! Und gibt es JETZT irgendein Problem in deinem Leben?
Und selbst wenn du im JETZT einen Schmerz wahrnimmst, ist das kein Problem. Das Problem ist dabei eher die Angst, ob der Schmerz auch in Zukunft noch da sein wird (und ich sage nicht, dass du mit deinem Schmerz einverstanden sein oder ihn gar ignorieren solltest… das ist so nicht gemeint!). Es geht einfach darum zu erkennen, ob wir WIRKLICH in dieser Sekunde ein Problem haben!

Stell dir einmal vor, du könntest nicht DENKEN, keinen einzigen Gedanken! Wie würdest du die jetzige Situation wahrnehmen, ohne die Gedanken darüber? Du wärst einfach im HIER und JETZT, du wärst ALL-GEGENWÄRTIG!

P’taah, einer meiner Lieblingslehrer aus der geistigen Welt, entgegnete einst mal auf die Frage, was denn Angst und Stress in einem auslöst:

„Dein Stress und deine Angst richten sich immer auf etwas Zukünftiges. Es ist die Erwartung, dass etwas in irgendeiner Zukunft negativ ausgeht. Es dreht sich nicht um das Jetzt.“

Und weiter sagte er dann, und präsentiert somit auch die Lösung dazu:
„Die Art und Weise, wie du dich selbst beruhigst, nämlich durch bewusstes Atmen und Zentrieren, bedeutet einfach, dass du den Fokus auf das JETZT richtest!“

Indem du dir also BEWUSST wirst und den Moment allgegenwärtig wahrnimmst – einfach in dem du zum Beispiel deinen Atem spürst und beobachtest – kehrst du wieder in den sicheren Hafen des JETZT ein.
Werde nur ganz still und frage dich: „Gibt es JETZT in diesem Moment wirklich ein Problem?“

Und dann nimm wahr: Du sitzt, liegst oder stehst gerade und ATMEST dabei ganz bewusst. Du nimmst den gegenwärtigen Moment, das JETZT, ganz bewusst wahr und erkennst, dass er absolut vollkommen ist, so wie er eben gerade ist – und zwar mit all seinen Gefühlen und Gedanken!
Denn: Das JETZT ist immer perfekt! Was uns wirklich Angst und Bange macht, ist die Zukunft, das Ungewisse, dass uns etwas Schlimmes geschehen könnte…


"Durch Selbstbeobachtung kommt automatisch
mehr Gegenwärtigkeit in dein Leben.
In dem Moment, wo du erkennst,
dass du nicht in der Gegenwart bist,
bist du gegenwärtig."
Eckhart Tolle


Und immer wenn wir uns geistig und gedanklich in irgendeiner Zukunft befinden mit Erwartungen ans Negative, so MUSS die Angst als deine Botschafterin zu dir kommen! Nicht etwa, um dich zu quälen und dir das Leben schwer zu machen, sondern vielmehr darum, um dir liebevoll mitzuteilen, dass du gerade nicht im LEBEN bist, denn das LEBEN ist immer JETZT!

Wenn du also ihre Botschaft ernst nimmst und wieder in den heiligen Moment zurückkehrst, so kann die Angst sich auch schon (fast) wieder lösen… Und das WIE der Transformation erfährst du dann im nächsten Teil dieser Reihe.


Fassen wir noch einmal kurz zusammen:

1. Angst kann dir immer nur dann geschehen – mit Ausnahme der ersten, ursprünglichen Angst - wenn du nicht im HIER und JETZT bist (weilst).
2. Wenn du Angst hast, bist du nicht allgegenwärtig! Denn wärst du im JETZT, so könntest du auch keine Angst empfinden (Mit Ausnahme der „Bodyguard-Funktion“).
3. Angst ist LIEBE und dein bester Freund: Denn sie erinnert dich stets daran, dass du einfach vergessen hast, im HIER und JETZT zu sein – und da liegt denn auch deine ganze Kraft!
 

Und was Angst in allen Fällen und immer ist:

Sie ist vollkommene KLARHEIT!
Und sie ist lupenreine, kristallklare Aufmerksamkeit!
Angst lädt dich ein, im Hier und Jetzt zu sein,
in dem Moment GEWAHR zu sein!



Die Kunst ist also, die Angst nicht wegzumachen oder zu leugnen, sondern viel mehr den Moment – und ALLES was darin geschieht – aufmerksam zu beobachten:
„Was passiert da gerade? Im Aussen und im Innen?“

Nimm all das wahr, beobachte es, fühle es und nimm es bejahend an! Und ja, selbst den Widerstand gegen die Angst, sollte sich dieser zeigen - denn auch dieser darf natürlich da sein!

Die Angst ist nicht unser Feind, sie ist LIEBE in verschiedenen Facetten und Verkleidungen. Mal kommt sie als Bodyguard daher, mal als Botschafterin, die uns den Wert des JETZT lehren möchte.
Und es gibt sogar Ansichten, dass Angst schliesslich auch das Gesicht unseres INNEREN KINDES ist, welches verletzt und mit gebrochenem Herzen nur darauf wartet, von uns endlich gesehen, gewürdigt und geliebt zu sein. Und diese Annahme heilt sie denn auch, unsere Angst.

Im nächsten Teil erfährst du daher, wie du sie (und somit alle deine Gefühle) in LIEBE verwandeln kannst – und dies ohne zeitraubende Turnübungen. Du wirst darüber hinaus auch noch eine dritte Funktion der Angst erfahren, welche in dieser Zeit gerade eine wunderbare Erinnerungsstütze für uns sein darf.

Bis dahin wünsche ich dir viel Freude darin, dich und diesen heiligen Moment des JETZT – das Geschenk des LEBENS – zu geniessen, zu feiern und zu LEBEN!



„Wenn du dich mit all diesen Dingen,
die dir Angst machen sobald sie aufkommen, auseinandersetzt, im jeweiligen JETZT, findest du sehr schnell wieder ins Gleichgewicht zurück.
Dann, von diesem Zustand des wieder gefundenen Gleichgewichts aus, bist du bereit für deine weiteren Entscheidungen, statt sie aus einem Zustand
der Angst heraus zu treffen.
Wenn du es also logisch betrachtest,
dann erkennst du, wie wichtig es ist,
dem JETZT Aufmerksamkeit zu schenken.“
P'taah



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