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Warum es sinnvoll ist zu urteilen!

Irrtümer in der spirituellen Szene
TEIL 3

Obwohl wir uns ja sehr spirituell nennen und die Eso-Szene gerade einen Boom wie noch nie erlebt, tummeln sich gerade hier doch viele "Irrtümer, Vorurteile und Klischees" die ich mal beim Namen nennen möchte! Diese Reihe möchte daher ein wenig Klarheit und Licht in das Ganze bringen.
 
Irrtum Nummer 3 "Du sollst nicht urteilen!"

Besonders in der „spirituellen Szene“ hört man immer wieder Sätze wie:„Du solltest dich vegan oder zumindest vegetarisch ernähren, denn Fleisch ist ‚schlecht‘!“und „Die breite Masse ist einfach noch nicht spirituell genug!“, sowie „Mein Mann sollte mehr auf seine Gefühle achten und sie annehmen“, oder auch„Die Politiker sind korrupt und dienen dem ‚Bösen‘!“
 
Was ich damit sagen will ist, dass wir ständig tagein tagaus am Urteilen sind. Immer wieder zeigen wir mit dem Finger auf andere und wollen wissen, was für unsere Mitmenschen am besten ist und sich gehört. Im Aussen wollen wir erkennen, was noch nicht gut ist und was uns an anderen stört.
 
Das witzige dabei ist aber, dass wir, weil wir ja so gut erzogen sind und nicht zu den ‚schlechten‘ Menschen gehören wollen, uns ständig dafür massregeln und zu uns sagen: „Aber man sollte ja nicht urteilen…!“

Kennst du das nicht auch?
 
Und deshalb kommt jetzt meine Behauptung ins Spiel: Doch wir sollten ur-teilen! Und warum weiss ich das? Weil wir es ja sowieso immerzu tun!
Urteilen ist nichts schlimmes, sondern kann bewusst angewendet, dich zurück zu dir selbst führen und dir Frieden und Freiheit schenken! Warum das so ist, erkläre ich dir noch im Verlaufe dieses Schreibens.
 
Und die Aussage: Man soll nicht urteilen, ist doch per se schon ein Urteil, nicht? Man ver-urteilt sich dafür, dass man gerade ein Urteil ausgesprochen hat!
Aus der Angst heraus, nicht gut genug zu sein - nicht brav und spirituell genug – verbieten wir uns immer wieder das ‚böse‘ urteilen, tun es aber doch immer wieder. Ja ich möchte mal behaupten, wir tun es ständig und merken es nicht einmal!
 
Deshalb: Nicht urteilen zu wollen und es doch immer wieder zu machen, dient uns nicht wirklich, sondern führt immer mehr zu Schuldgefühlen und zu der Gefahr hin, nicht hinzuschauen.
 
Mein Rat deshalb: Erlaube es dir ein urteilendes Wesen zu sein und liebe dich dafür! Denn du wirst wenn du das Urteilen bewusst nutzt, sehr viel Erkenntnis über dich und das Leben selbst sammeln dürfen!




Warum im Ur-Teil Gott selbst ist
Die Vorsilbe ‚ur‘ kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet so viel wie ‚am Anfang, ursprünglich‘. Für mich ist der Anfang, das Ursprüngliche die Quelle (auch Gott genannt) selbst. Um sich als das Alles-was-ist zu erfahren, hat sich das Göttliche einst geteilt (und tut es immer noch). Da es nämlich nur das Göttliche gibt (und sonst nichts) konnte es sich nicht selbst erfahren, wenn es nicht auf die brillante Idee der Teilung, der Trennung gekommen wäre. So kam es, dass Gott sich in zig Teile „spaltete“, um sich aus jeder Perspektive dieser Teile selbst zu betrachten und sich somit zu spiegeln.
 
Mit anderen Worten: Du, ja du! bist ein solcher Teil des Göttlichen. Gott, das Leben selbst, erfährt sich nun über dich und blickt über deine Person auf seine anderen Teile von sich selbst (deine Umwelt, die Menschen, Tiere und alles andere).
 
Das Göttliche hat sich selbst ge-teilt, ging in das Ur-teilen hinein, um sich selbst zu erkennen!
Das ist der tiefe Sinn eines jeden Urteils; die Selbsterkenntnis!
Doch das Göttliche kann nicht erwachen, kann nicht bewusst werden, wenn du diesen wunderbaren Prozess des Erkennens nicht auch zulässt. Und du wirst dich nur über das Urteilen selbst erfahren können, wenn du dich immer wieder im Spiegel betrachtest.
Nicht urteilen wollen ist deshalb so, als ob du ständig vom Spiegel wegschauen würdest, um dich ja nicht zu sehen – und schliesslich zu erkennen ‚Wer-Du-bist‘.
Und der Spiegel ist nichts anderes, als das was du im Aussen alles erkennst...
 

Du bist das „Alles-was-ist“
Das was wir in uns nicht mögen, was wir in uns vehement ablehnen, das wollen wir weit von uns weisen. Wir sagen uns immer wieder, dass diese Charaktereigenschaft, dieses Gefühl nicht unseres ist und wir „besser“ sind.
Doch das was wir nicht liebevoll annehmen, das ‚spalten‘ wir ab. Und das was wir abspalten, muss sich im Aussen zeigen! Denn das Aussen ist nichts anderes als unser Spiegelbild selbst.
 
Beispiele gefällig?

  • Der Krieg in der Welt ist nichts anderes als der Krieg in uns selbst!
  • Das wütende und tobende Kleinkind im Zugabteil spiegelt unsere eigene Wut und Ohnmacht wieder.
  • Die Ehefrau, welche fremdgeht, spiegelt unser eigenes fremdgehen (wo sind wir unserem eigenen Selbst nicht treu?).
  • Der kühle und unnahbare Ehemann spiegelt unsere eigene kühle Art wieder. Wo verschliessen wir uns selbst und erlauben nicht unser Herz zu öffnen?
  • Der respektlose Nachbar möchte uns vielleicht darauf hindeuten, wo wir selbst noch respektlos sind, oder uns gar respektlos behandeln.

Aber auch im Positiven gibt es Beispiele:
 
  • Das süsse und herzergreifende Lächeln des Kleinkindes möchte uns unsere eigene Herzlichkeit und Wärme in uns spiegeln.
  • Die Bewunderung der schönen Frau / des schönen Mannes neben dir möchte dich nur auf deine eigene Schönheit hinweisen.
  • Der stille, in tiefer Kontemplation versunkene Meditationslehrer möchte dir deine eigene Ruhe in deinem Inneren aufzeigen (welche du vielleicht noch nicht wahrgenommen hast).
  • Die Katze, die dir zärtlich um deine Beine streichelt, möchte dich auf deine eigene sanfte Art aufmerksam machen.
  • Das selbstbewusste Auftreten jenes Seminarleiters, möchte dich vielleicht auf deinen eigenen Mut und deine Grösse hinweisen.
 
Dabei gilt: Je mehr uns das Verhalten der anderen stört, umso mehr lehnen wir noch diesen Anteil in uns selbst ab!
Und: Je mehr wir unseren Mitmensch bewundern, umso mehr dürfen wir uns klar machen, dass diese schöne Eigenschaft auch unsere ist (welche wir nur noch nicht erkannt haben). Denn du kannst nichts im Aussen erkennen, was du selbst nicht im Innen trägst!
 
 
„Wenn du mit dem Finger auf andere Menschen zeigst,
zeigen drei Finger auf dich selbst.“
Sprichwort



Vom Segen des Urteilens
In dem wir urteilen, entdecken wir durch den Spiegel der Menschen in unserer Umgebung, was uns bislang über uns selbst verborgen geblieben ist. Der Weg des Urteilens kann uns also wieder zu uns zurückführen, wenn wir ihn denn auch bewusst nehmen!
 
Bewusst meint hier: Bist du dir im Klaren, dass alles was du im Aussen erkennst, auch ein Teil von dir ist?
 
Denn wenn du dich im Spiegel deines Gegenübers erkennen kannst und diesen Anteil in dir wieder liebevoll annimmst, ihn wertschätzen und achten lernst, dann wird Friede und Freude dein Lohn dafür sein.
 
Im Urteilen geht es nicht darum, etwas für schlecht oder gut zu befinden. Es geht darum zu erkennen, dass wir das alles (auch) sind. Du bist nämlich erst dann vollkommen, wenn du alles in dir willkommen heissen kannst!
 
Ja, manchmal sind wir auch uns untreu, sind wir ängstlich, sind wir feige, sind wir voller Freude, sind wir voller Lachen und Glück, sind wir stolz, sind wir unnahbar, sind wir im Krieg mit uns selbst, sind wir eifersüchtig, sind wir intolerant, sind wir grosszügig und so weiter und so fort.
 
Dies mit dem Herzen zu erkennen (und nicht aus dem verurteilenden Ego heraus, welches nur im Recht sein möchte) rückt dich mit deiner Umwelt wieder näher zusammen und öffnet dich im Mitgefühl und im Verständnis mit deinen Mitmenschen. Dies führt dann mehr und mehr zum Frieden, weil wir dann erkennen: „Ja, wir sind wirklich EINS. Wir sind wundervolle göttliche Spiegel, die das grosse Ganze in seiner Vollkommenheit würdigen und erfahren dürfen, immer und jederzeit.“
 
Im nächsten Wochenbrief zeige ich dir eine wunderbare und einfache Methode, welche dir hilft über dein Urteil dich selbst zu erkennen und lieben zu lernen. Bis dahin: Umarme dich in deinem urteilenden Wesen und liebe dich dafür, dass du so bist wie du bist – denn du bist einfach wunderbar und ein gewollter und geliebter Teil des Ganzen!
 
 
 
Manuel V. Garcia






Hier geht's zum "Irrtum Nummer 1"
Hier geht's zum "Irrtum Nummer 2"





2 Kommentare zu Warum es sinnvoll ist zu urteilen!:

RSS-Kommentare
Anja Perron on Donnerstag, 10. Dezember 2015 18:31
Danke dir für diesen super Wochenbrief! Ich finde, du hast das Thema voll auf den Punkt gebracht. Mir ist es auch schon öfters passiert, dass ich mich selbst dafür verurteilt habe, dass ich gerade über jemanden urteilte. Und ja genau, das ist ja schon wieder ein Urteil. :-) Deine Worte haben mir noch bewusster gemacht, dass ich mich lieben darf als urteilendes Wesen und wie förderlich das ist für meine Selbsterkenntnis. Vor allem auch deine Erklärung, dass Gott sich irgendwann in tausend Teilchen teilte, um sich erfahren zu können, hat mir die Augen noch mehr geöffnet. So spannend ist das alles! Und ja, jeder von uns (jedes „Gottesteilchen“) trägt alle Aspekte in sich. Jedenfalls habe ich gerade ein paar Aspekte entdeckt, die ich noch liebevoll integrieren kann. :-) Und daraus entsteht so ein wohlig schönes Gefühl, so ein „Zuhause-Gefühl“ in sich selbst. :-)
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Heidi Tagmann on Freitag, 11. Dezember 2015 09:12
Lieber Manuel Du bringst dieses Thema so einfach (wie alles auch sein kann), natürlich und liebenswert aufs Papier. Ich bin auf dem Weg mich immer mehr zu lieben mit allem was ich bin. Und trotzdem, Ja ich haue mich tagtäglich immer noch für so viele Kleinigkeiten. (Diese Feststellung darf auch gerade in den Arm genommen werden). Vielen Dank für Deine Worte, dass ich mich für alles lieben darf was mich ausmacht
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