Seelenlicht - Lebe Dein wahres Selbst
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Wie nur erkenne ich meine Lebensaufgabe?

Kennst du das auch? Sich vor einem Spiegel hinstellen und sich in die Augen blickend fragen:
"Was zum Geier tu ich hier eigentlich?? Wozu bin ich da, was ist der Sinn meines Lebens?"



Wir Menschen scheinen eine Triebkraft zu brauchen, etwas was uns voranbringt, was uns motiviert und Kraft auf unserem Weg gibt. Und in der Tat ist diese Sinnhaftigkeit enorm wichtig! Ohne "Drive", also inneren Antrieb, verkümmert der Mensch nämlich regelrecht. So lassen Burn-out und Depression grüssen, welche in dieser Zeit nur noch mehr anwachsen. Es scheint fast so, dass unter all der Technik und dem bequemen Leben in der heutigen Unterhaltungsindustrie unser innerstes Wesen so ziemlich verkümmert...
 
An was liegt das eigentlich? Nun zum einen ist es so, dass uns heute ja ziemlich alles vorgesetzt wird. Wir brauchen nicht mehr unsere eigene Fantasie, um uns Spiele und dergleichen auszudenken. Die Fantasie, welche ich gerne "die inspirative Kraft der Seele" nenne, wird in diesen Tagen abgelöst durch das Fernsehen und den Medien. Wir brauchen nicht mehr selbst zu denken, es wird uns eingetrichtert und die Bilder gleich mit dazu. So praktisch ist das Leben heute schon, nicht wahr?
So ist es auch selbstverständlich das junge Kinder ein Handy besitzen und in ihrer "gut vernetzten" Welt (auch Social Media genannt) sich mit anderen austauschen. So gut sogar, dass die Kommunikation darüber auch dann wunderbar funktioniert, selbst wenn die besagten Teenies sich in der Gruppe in einer Bar gegenübersitzen. Das liebe Handy ist allzeit präsent!
 
Zum anderen ist es aber auch so, dass uns frühkindliche Fantasien schnell mal ausgeredet wurden. Du willst Astronaut werden? Das mein Kind, schaffen nur sehr wenige, sei daher realistisch!“ „Du möchtest als Forscher à la ‚Indiana Jones‘ die Welt bereisen und entdecken? Mein Kind, hör auf zu träumen. Lerne was gescheites, wie Papa der im Büro seine Brötchen verdient.“
 
Das „Träumen“, das Sinnieren wird uns sehr schnell einmal abgewöhnt– ersetzt durch den sogenannten Realismus. Dem Kind wird beigebracht, dass sein Schatz – die Fantasie und die Wünsche in seinem Herzen – unwichtige Einbildungen sind.
Was zählt ist die pure Logik, die pure Vernunft. „Alle Macht der linken Hirnhälfte!“, könnte man auch meinen. Denn früh in der Schule schon wird man ermahnt, sollte man abschweifend im Träumen den Worten des Lehrers entfliehen. Es wird auf Konzentration und auf Lernen gepocht. Schliesslich zählen Mathe und Sprache zu den wichtigsten Eckpfeilern dieser Welt! Und dieses findet eben alles in der linken Hirnsphäre statt. Die rechte ist nämlich nur was für die „Kreativen“, den Träumern. So lädt die rechte Hirnhälfte zum Fantasieren ein, bringt bunte Farbe ins Leben. Natürlich, auch diese Seite darf in der Schule ihren Platz haben. So mal am Rande zur Musikstunde oder dann, wenn es um die Handarbeit oder Zeichnen geht. Aber wirklich wichtig? Nein, gefördert wurde und wird immer noch das Logische in der Welt.
Alles andere scheint bar jeglicher Vernunft zu sein. „Du brauchst was Vernünftiges zu lernen mein Kind. Schliesslich musst du einmal eine Familie ernähren können!“ Vernünftig heisst, von der Gesellschaft als klug abgesegnete Berufe, wie: Arzt, Manager, Bürohengst, Bankangestellter, Politiker, Botschafter, eine Anstellung in der Wirtschaft… Jene Berufe eben in der es um Logik geht, um Fakten, Fakten, Fakten. Diese bringen immer noch in der Regel den grössten Zaster her. Die Berufe der „Künstler“, jene Menschen die sich stark der rechten Hirnhälfte verschrieben haben, sind nicht so gefragt. So sind die wenigsten Schauspieler, Schriftsteller, Sportler (was auch Kunst sein kann), Maler, Bildhauer und andere mehr mit viel Lohn und gesellschaftlichem Ansehen gesegnet. Und von den spirituellen Künstlern möchte ich gar nicht gross reden – die dürften eigentlich sowieso kein Geld verdienen und sind alles doch nur „Fantasten“…
 
Stimmt, ich bin ein wenig ironisch gerade…doch das muss mal gesagt werden: In was für einer Welt leben wir eigentlich? Ist es wirklich so erstrebenswert die Fantasie aussen vor zu lassen und nur noch auf Vernunft und Logik zu pochen? Kann das Zukunft haben? Kann das glücklich machen?
Wo bleibt das Träumen, die Menschlichkeit, das Mitgefühl, die Freude am Leben, am Tun? Wo bleibt die Inspiration, die Musse, das Lachen?
Ist es nicht pervers, dass genau all das von der ge-NORM-ten Gesellschaft belächelt wird?
 
Doch das Leben holt uns alle ein – früher oder später. Und die Seele wird dich fragen:„Kann das alles gewesen sein mein Kind? Wo bleiben deine Träume, wo deine Fantasie, die du als kleines Kind so lebhaft hattest? Das was du gerade tust….kann das Leben sein?“
 
Ich masse mir nicht an, zu sagen was richtig oder falsch für dich ist. Das kannst nur du wissen! Doch frage dich einfach einmal:„Das was ich mache, tue ich das aus der Freude heraus? Würde ich dies auch tun, wenn ich der einzige Mensch auf Erden wäre? Würde ich es selbst auch dann tun, wenn ich die Euromillionen gewonnen hätte? Und tue ich all das, weil es mir zutiefst Spass macht und mich erfüllt?“
 
Bei krebskranken Menschen hat man herausgefunden, dass die meisten von ihnen irgendwann einmal begonnen haben, ihre Lebensträume zu verraten. Sie glaubten nicht mehr daran und ihre Seele begann darin zu verkümmern. Man hat sich im wahrsten Sinne des Wortes aufgegeben und zerfrisst sich nun selbst… Man hat nun aber auch herausgefunden, dass wenn man sie mit ihren Träumen wieder verband, dass automatisch die aufkommende Lebensfreude sie glücklich und manchmal sogar ganz gesund machte…!
 
 
Was nun ist deine Lebensaufgabe?
Viele von uns möchten glauben, dass Gott uns eine mitgegeben hat, im Stil von: „Du wirst ein begnadeter Fussballspieler, du Präsident, du Putzfrau, du Mutter, du Politiker, du Verkäufer, du Lebensberater und so weiter.“
Und sie glauben weiter, dass solange sie nicht herausgefunden haben was nun wirklich ihr Auftrag ist, sie nicht wirklich LEBEN können.
Die Engel haben dazu einmal gesagt: „Ihr seid dauernd in der Zukunft, wenn ihr euch nach eurer Lebensaufgabe sinniert. Aber das Leben findet JETZT statt! Was macht euch JETZT Freude?“




In all meinen Sitzungen und Coachings die ich als Spiritual Trainer geben durfte, kam in dieser Frage nie eine konkrete Antwort im Stil von: „Deine Lebensaufgabe ist Mutter!“
Jedoch kam immer ein Lebensgefühl hoch. Manchmal bekam ich die Antwort für den Klienten, wie: „Erfreue dich einfach des Lebens. Folge der Freude!“
Manchmal: „Tanze und Lache!“Und manchmal:„SEI einfach und LEBE.“
Ja stimmt…sehr ernüchternd, nicht wahr? Unser Kopf möchte doch so gerne was konkretes, etwas, an das er sich festhalten kann, was im Halt und Sicherheit gibt.
 
Doch das Leben lässt uns alle frei! Es drückt uns nie eine Aufgabe in die Hand und sagt: „So mach mal!“ Wir hätten das gerne, ja. Denn so müssten wir auch nicht viel Eigenverantwortung übernehmen…
 
Ich bin aber sehr froh darüber, dass das Leben da einem nicht wirklich eine Aufgabe aufdrückt. So liebe ich es zum Beispiel zutiefst, meiner Rolle (die ich mir selbst gegeben habe) zu entsprechen. Ich liebe es als Spiritual Trainer zu wirken, weil es mir einfach SPASS macht. Es erfreut mich, anderen Menschen dienen zu dürfen, es beglückt mich zu sehen, wie sie wieder in ihre Kraft und Freude gelangen! Ich tue all das, weil es MIR Freude macht!
 
Doch stelle dir einmal vor, es wäre tatsächlich meine von Gott gegebene Aufgabe. Und stelle dir weiter vor, dass ich in fünf Jahren nun keine Lust mehr auf diesen Job hätte. Was dann? Dann muss ich mich durch das Leben quälen, in der Annahme, dass ich diesen „göttlichen“ Auftrag doch ausführen muss! Ich MUSS dann, und darf nicht mehr. Und kann müssen wirklich Freude machen?
 
Natürlich gibt es auch bei mir einmal kurze - wirklich Mini-Zeiten der Unlust. Die haben wir alle und ist ganz normal! Doch würde die Freude mich nicht auf meinem Beruf begleiten, ich würde was anderes tun. Und sollte dies in fünf Jahren der Fall sein, dann würde ich den Beruf wechseln und das tun, was mich dann zutiefst erfreuen würde!
Warum? Weil ich glücklich sein möchte, weil ich meiner FREUDE folgen möchte!
 
Ich glaube daher: Sollte es eine „Lebensaufgabe“ geben, dann ist es für alle die eine – die FREUDE am Leben und am Tun. Was macht DIR Freude? Was erfüllt dich zutiefst?


Frage dich selbst einmal:„Was hindert mich daran, diese meine Freude zu leben? Wo stehe ich mir selbst noch im Weg? Und was möchte ich zutiefst in meinem Leben erleben?“
 
Nein, du brauchst nun nicht deinen jetzigen Beruf zu kündigen!! Vielmehr lade ich dich ein, Schritt für Schritt den Schatz deiner Seele wieder zu öffnen. Der Schatz der Träume und Wünsche! Der Schatz, an dem sich dein inneres Kind noch immer halten möchte, nur nicht immer darf…
Frage dich selbst:„Was hat mir als Kind Spass gemacht? Von was träumte ich dazumal?“
 
 
‚Last but not least‘ DER Tipp schlechthin: „Die 100 Millionen Euro/Franken – Frage!
Dafür nimm ein A4 Blatt hervor und notiere dir zuoberst den Satz: „Wenn ich 100 Millionen Euro/Franken hätte (also steinreich wäre) WAS würde ich dann in meinem Leben tun?“
Schreibe dir die Antworten dann darunter auf. Und sei dabei ganz kreativ und erstmal ohne „Realismus“. Einfach das aufschreiben, was sich meldet!
 
Ja ich weiss, die meisten schreiben „Weltreise“ auf. Aber wenn du diese beendet hast, was würdest du dann tun? Du weisst ja, hier in der Vorstellung hast du reichlich Geld, brauchst nie Geldsorgen zu haben. Das beruhigt das Reptilienhirn ungemein und lädt zum Träumen ein…:-)
 
Erlaube dir wieder zu träumen. Folge deiner Sehnsucht in deinem Herzen und nimm dein inneres Kind dabei zur Hand. „Mein liebstes inneres Kind, erzähl mir doch mal, was macht dir so viel Spass im Leben?“Horche und fühle hinein…immer wieder. Dein Kind will mit dir Spielen und das Leben geniessen!
Und du??



P.S.: Sollten Sie verehrter Leser in ihrem Beruf Politiker, Büroangestellter, Bankangestellter, Arzt oder Anwalt sein (und andere Berufszweige mehr) so wollte ich Sie keineswegs in diesem Artikel angreifen und sie als „fantasielos“ abstempeln. Ich bin mir sicher, dass Ihr Beruf sie bestimmt auch erfüllt und Sie der Freude folgen. Und wenn dies einmal nicht mehr der Fall sein sollte, dann dürfen Sie sich wie wir alle Fragen: „Was eigentlich macht mir zutiefst Freude im Leben?“





Manuel V. Garcia




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