Seelenlicht - Lebe Dein wahres Selbst
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Vom Abmühen gut und vollkommen zu sein!

Liebes Seelenlicht






Ein junger Zen-Schüler war für seinen besonderen Eifer bekannt. Er meditierte Tag und Nacht und wollte seine Übungen nicht einmal zum Essen oder Schlafen unterbrechen. So wurde er immer dünner und dünner und auch die Erschöpfung nahm zu.

Der Meister rief ihn zu sich und riet ihm, langsamer vorzugehen und nicht zu viel von sich zu verlangen. Das aber wollte der Schüler nicht hören.

„Warum hast du es so eilig?" wollte der Meister von ihm wissen.

„Ich strebe nach Erleuchtung." entgegnete der Schüler. „Da habe ich keine Zeit zu verlieren."

„Und woher weißt du, dass die Erleuchtung vor dir läuft, so dass du ihr hinterherlaufen musst?" fragte ihn da der Meister.
„Es könnte doch auch sein, dass sie hinter dir ist und dass du nichts weiter tun musst, als innezuhalten und ihrer gewahr zu werden ..."

Nach Feldman/Kornfield: "Stories of the Spirit",
leicht modifiziert


Als mir diese kleine Weisheitsgeschichte unter die Augen kam, musste ich wieder lächeln beim Gedanken daran, wie gestresst wir alle doch durch die Welt gehen. Immer mit dem Ziel vollkommen zu sein / zu werden, mühen wir uns ab, ja plagen wir uns oft durchs Leben. „Ich bin noch nicht gut genug!“ lautet dabei das in uns festgelegte Mantra. Wie ein endlos laufendes Band erinnert es uns daran, dass wir noch nicht genug schön, liebenswert, attraktiv, reich, bewundernswert, göttlich, blockadenfrei, aufregend, gesund, erfolgreich, und so weiter sind. Nein, immer wieder werden wir dazu getrimmt, „perfekt“ zu sein. Aber was heisst, „perfekt“ sein? Wer sagt denn, ab wann wir gut genug sind und welche Instanz legt hierfür den Massstab an?

Das Streben nach Vollkommenheit (oder gar der Erleuchtung), bringt uns zuweilen in die Phase des Vergleichens. „Jener Mensch ist reicher und beliebter als ich, jene schöner und angesehener! Das muss ich wohl überbieten, denn ansonsten tauge ich zu nichts. Und wenn ich nichts tauge, bin ich wertlos für die Gesellschaft (in der Steinzeit wurden wir dabei tatsächlich ausgestossen oder endeten als Futter für die Tierwelt…daher diese immer noch tiefsitzende Angst). Ich muss mich anstrengen, um was aus mir zu machen! Ich muss mir Mühe geben, um in der Gesellschaft akzeptiert und geliebt zu sein! Und wenn nicht unter meinen Mitmenschen, dann wenigstens vor Gott, vor dem Leben selbst!“

Doch hat dieses sich abmühen, dieses Streben nach Perfektion nicht auch Schattenseiten? Ist es wirklich so aufregend, ständig einem perfekten Bild nachzueifern? Klar, das Bestreben sich zu entfalten und seine Möglichkeiten sowie das in uns liegende Potential freizulegen und schliesslich zu leben, ist zweifelsfrei eine lohnenswerte Tugend.

Aber was ist, wenn wir all diesen Stress einfach mal beiseitelegen könnten, ganz einfach darum, weil wir bereits JETZT schon vollkommene Wesen sind?

Was wäre, wenn dies wahr ist, und du dich nicht mehr abzumühen brauchst, gut genug zu sein?
Was wäre, wenn du bereits viel mehr als dein Körper, ja mehr als die Person bist, die du darstellst?
Was wäre, wenn du nicht nur eine Seele hast, sondern sie sogar bist?
Was wäre, wenn du als diese Seele mit ALLEM-WAS-IST verbunden bist? Und dadurch auch alles in dir enthalten ist (so wie innen, so aussen).
Was wäre, wenn du ein vollkommenes, wunderschönes und makelloses göttliches Kind bist? Ein lichtvolles Geistwesen, das einfach seine Erfahrungen hier auf Erden macht?

Kannst du dich mit diesen Gedanken vielleicht anfreunden? Magst du mal all die erlernten Einschränkungen über dich und das Leben fallen lassen und dich für neue und grossartige Gedanken öffnen? Und wenn auch nur zum Spass, als ein kreatives Gedankenspiel sozusagen?

Denn; es könnte ja sein, dass DU (wir alle) ein von Gott (vom Leben selbst) erschaffenes Lichtwesen bist, geboren aus der Urquelle heraus! Vielleicht warst du einst Teil eines unendlichen Ozeans, dessen Liebe und Weisheit grenzenlos war (und immer noch ist!). So magst du im Schosse ‚Gottes‘ geruht haben, als dieser perfekte Teil des Lebens.

Was aber, wenn du eines Tages mehr sein wolltest? Mehr als „bloss“ im göttlichen Ozean zu SEIN und stattdessen aktiv - als Einzelseele eben - die grosse, weite Welt bereisen wolltest? Könnte es sein, dass du dann das “GROSSE ETWAS“ (GOTT) gebeten hast, „selbstständig“ zu sein? Flügge zu werden, das „Elternhaus“ zu verlassen um dich aufzumachen neue ‚Welten‘ zu entdecken?

















Gott (das Leben selbst) hat dir vielleicht dann zugerufen: „Mein liebes Kind, es ist unmöglich mich zu verlassen, denn du bist und bleibst immer ein Teil von mir. Und ebenso bin ich ein Teil von dir. Du und ich, wir sind EINS, unzertrennlich miteinander verwoben. Du kannst mich nicht verlassen, noch kannst du aus dem Ozean hinausfallen, denn es gibt nur das ALLES-WAS-IST.“

Doch Gott spürte, dass du diesen Drang in dir trägst, diesen Drang dich zu erfahren, zu leben und kreativ deine Schöpferkraft zu nutzen. Also sprach er weiter: „Ich kann dir aber etwas anbieten, das dir hilft, um das zu bekommen, was du so gerne haben möchtest. Es nennt sich: das Tal des Vergessens! Dazu schicke ich dich auf die Erde, auf dessen Oberfläche du ein spezielles ‚Gefäss‘ - es nennt sich Körper - bewohnen wirst. In diesem wirst du mit der Illusion erwachen, getrennt zu sein. Du wirst glauben, dass du vollkommen (physisch und psychisch) allein bist, abgeschnitten vom GANZEN, abgeschnitten von mir.“

Als dir die Idee dieses Abenteuers immer besser zu gefallen schien, fuhr Gott weiter: „Um das Ganze auch spannend zu halten, wirst du mit anderen Teilen von mir (unsere Mitmenschen, die Umwelt) interagieren können. Auch diese werden glauben, untereinander getrennt zu sein. Was dazu kommen wird ist, dass ihr alle ohne Erinnerungen daran aufwachen werdet, wer ihr seid und woher ihr gekommen seid. All dies wird euch für dieses Spiel abhandenkommen. So wirst du erstmal dich im Spiegel betrachten und glauben, du wärst der Körper, eben jene Person die du darin erblicken kannst. Du wirst auch der Idee anheimfallen, dass die Göttliche Liebe (GOTT) weit von dir entfernt ist. Auch wenn natürlich diese Liebe immer in dir sein wird (denn in Wahrheit bist du sie selbst) wirst du sie anfangs im aussen suchen. Weisst du mein Kind, auf der Erde gibt es denn auch noch eine Institution, die sich Religion nennt. Auch wenn diese den Auftrag hat, dich zu dir SELBST zu führen, wird sie dich anfangs doch vor dir trennen. Sie wird dir glauben machen, dass das Göttliche irgendwo weit da draussen ist (statt in dir) und dass du dessen Liebe dir erst verdienen musst. Sie wird dir klar machen, dass das, so wie du dann bist (jener Körper, jene Person), alles andere als Göttlich ist.“

Gott blickte dich liebevoll an und fragte dich dann: „Und mein Kind, bist du bereit für dieses Abenteuer? Möchtest du aufbrechen, hinein in das Tal des Vergessens, hinein in den Gedanken du wärst getrennt von mir?“

Vielleicht hast du dann zugenickt und dem Leben entgegnet: „Oh ja, ich mache mich auf, dieses Abenteuer zu erfahren! Und ich glaube kaum, dass ich dich dabei vergessen werde… Aber wenn doch, wie kann ich wieder zu dir zurückfinden?“

„Das wird unweigerlich geschehen, mein Kind, dass du mich vergisst. Du wirst glauben, dass ich dich verlassen habe, du wirst glauben, dass du unvollkommen bist, abgeschnitten vom Leben selbst. Doch da du bereits göttlich bist und diesen Gottesfunken unwiderruflich in dir trägst, wird dich dieser stets daran erinnern. Du wirst dich verirren, du wirst dich verleugnen, an dir zweifeln, du wirst dich vergleichen, ja gar denken, du wärst klein und unbedeutend. Doch dein Herz, das  mit mir beständig  verbunden bleibt wird dich stets ermahnen, leise zu werden, inne zu halten und in dich hineinzuhorchen: dort wirst du mich finden…wirst du mich spüren und schliesslich erkennen, dass du und ich immer zusammen sein werden. DU BIST die Liebe meines Lebens, ich werde dich nie verlassen! Und wenn du in die Stille gehst, kehrst du schliesslich zurück in das SEIN, das ALLES-IST-WAS-IST, und wirst erkennen: Ja, ICH BIN Liebe, war es immer und werde es immer sein. Ich bin der schöne göttliche Funke, rein und gut, und von Gott (vom Leben) so gewollt! An mir ist nichts falsches, nichts was nicht bereits schon gut wäre. Denn Gott ist GUT (gut ist ein anderes Wort für Gott!) und ich bin ein wundervoller, einzigartiger Teil des Lebens. Und was, frage ich dich, ist an Gott nicht vollkommen? Wenn ich es bin, bist es auch du: denn ich und du sind EINS, immer!“

Mit diesem Wissen hast du dich dann aufgemacht, bist hinabgestiegen ins Tal des Vergessens, und aufgewacht ohne jegliche Erinnerungen. Hast gespielt, hast dich erfahren, und dabei dich immer mehr verloren, dich immer mehr (scheinbar) vom Leben getrennt.

Aber diese Zeit ist nun vorbei.
JETZT sind wir da, im Zeitalter des Aufwachens, des sich Bewusstwerdens!

Und ja, du darfst weiterhin Reichtum und Erfolg anstreben. Du darfst ebenso zur Arbeit gehen, deiner Tätigkeit nachgehen. Du darfst weiterhin deinen Körper pflegen, leckere Speisen essen, an deinen Emotionen ‚arbeiten‘, dein inneres verletztes Kind in die Arme nehmen und so weiter. Du darfst genauso unentwegt nach Grösserem streben, deine Fähigkeiten erweitern und ein ganz und gar erfülltes und glückliches Leben leben. Doch lasse all den Stress dabei nun zurück! Denn es gibt nichts, was du anstreben müsstest um GUT genug zu sein. DU BIST es bereits schon! SEI einfach und lebe dein Leben aus Spass heraus, aus der Freude am SEIN! Hallte inne, wie der Meister es dem Zen Schüler empfohlen hat und horche der inneren göttlichen Stimme...werde ihr gewahr und spüre den Frieden in dir.

„ALLES IST GUT! DU WIRST BEDINUNGSLOS GELIEBT,  AUS DEM EINFACHEN GRUND HERAUS, WEIL DU EXISITERST!“

Sei einfach und geniesse dein Leben. Erlaube dir wieder, wie ein Kind zu staunen und zu spielen. Im Moment, vollkommen präsent im Herzen Gottes.



„Fühlt euch nicht verlassen, denn ICH BIN immer bei euch!
Ich werde euch nicht verlassen,
ich kann euch gar nicht verlassen;
denn ihr seid meine Schöpfung und mein Werk,
meine Tochter und mein Sohn, mein Zweck,
mein Ziel und mein SELBST.
Daher ruft mich an, wo immer und wann immer
ihr vom Frieden der ICH BIN getrennt seid:
ICH werde da sein –
in WAHRHEIT, und LICHT und LIEBE!
(Gott, aus ‚Gespräche mit Gott‘)




Manuel V. Garcia



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