Seelenlicht - Lebe Dein wahres Selbst
Mein Blog

Angst oder Liebe

Liebes Seelenlicht






Der Wind und die Sonne gerieten eines Tages darüber in einen Streit, wer es von den beiden wohl schneller schaffen würde, den Wanderer dazu zu bringen, seine Jacke auszuziehen.

Okay!, sagte der Wind Lass uns einen Wettkampf daraus machen.

Der Wind begann. Er blies so fest er nur konnte und stürmte und tobte und wollte dem Mann seine Jacke mit Gewalt vom Leib reißen. Aber der Wanderer zog seine Jacke nur immer fester um sich und hielt sie mit beiden Händen fest.

Nach einer ganzen Weile gab der Wind auf.

Dann war die Sonne an der Reihe. Sie wählte einen anderen Weg: Liebevoll sandte sie dem Wanderer ihre warmen Strahlen. Und es dauerte nicht lange, bis er die Jacke aufknöpfte und sie ganz auszog.


Krampf und Kampf im Alltag
Kommt dir das nicht auch bekannt vor? Hast du dich nicht auch schon wie der Wind gefühlt, der tobend und stürmend etwas mit aller Kraft erzwingen wollte!? Unter allen Umständen!? Es muss doch so sein, es sollte sich jetzt endlich was bewegen, was verändern!“ Ich auf jeden Fall habe mich darin gefunden. Ja, auch ich habe da so den einen und anderen Kampf im (und auch mit dem) Leben.

‚Kampfwörter‘ wie sollen und müssen sind tief in unserer Gesellschaft verankert. Mein Partner soll meine Argumente jetzt endlich einmal verstehen!“, Mein Chef sollte meine Leistungen doch endlich anerkennen und mich würdigen!!“, Ich muss jetzt meine Probleme wegmachen!“, Ich muss es allen recht machen!“ und so weiter.

Und um dieses Sollen und Müssen erzwingen zu können, wetteifern wir Buchstäblich mit dem Leben und mit dem was IST. Wie die Sonne und der Wind, gehen auch wir täglich diesen Wettkampf ein. Der Wettkampf um Liebe und Anerkennung!

Wie schön ist es doch, von anderen gelobt, gewürdigt und geliebt zu werden. Wie gut tut es doch, wenn wir von anderen für unsere Leistungen angesehen und bestaunt werden. Da ertönt in uns dann jener Satz wie:Ja, jetzt habe ich‘s geschafft. Jetzt habe ich mich durchgesetzt und kann endlich die Lorbeeren ernten.“

Doch zu welchem Preis frage ich mich? Ist Kampf und Krampf wirklich so erstrebenswert? Ist es ein wundervolles Gefühl der Liebe, wenn ich mit allen Mitteln versuche, etwas zu erzwingen?


„Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts,
wofür es sich lohnt zu leben.“
Antoine de Saint-Exupery



Das kleine ICH
Woher kommt das Krampfen und das sich Abmühen denn nur? Aus welchem Grund gehen wir oft so enorme Kraftakte ein, um uns durchzusetzen, um jene Idee zu erreichen, welche sich in unseren Köpfen eingenistet hat?

All dies entstammt von jenem Teil in uns – genannt das kleine ICH – welches sich vom Rest abgetrennt, isoliert und alleine fühlt. Es ist der Teil in uns, den wir auch unter der Bezeichnung ‚Ego‘ kennen. Nur hat das Wort Ego einen schalen Beigeschmack und wird nicht selten als böse, ungut und schlecht abgekanzelt. Das ist es jedoch nicht (!) und ich möchte mich davor hüten, diesen Teil zu verurteilen und zu bekämpfen (was wir bekämpfen, dem geben wir Macht, was wir annehmen, das beruhigen und entspannen wir).

Vielmehr ist es das innere verletzte Kind in uns, welches sich verzweifelt und angstvoll um Liebe bemüht. Wie kann ich zeigen, dass ich gut bin? Wo finde ich die Anerkennung und Wärme, die ich so sehnlichst brauche? Werde ich denn geliebt? Und was muss ich dafür tun?“
Dies sind einige der Sätze die uns immer wieder durch den Kopf gehen. Sätze der Angst, der Verzweiflung, der Ohnmacht und der Hilflosigkeit. Das kleine ICH hat gelernt (resp. es wurde ihm beigebracht), dass nur die Besten, die Klügsten, die Stärksten, die Reichsten, die Mächtigsten, die Fittesten, die Schönsten, die Überlegensten gewinnen können. Für diesen Teil gibt es nur gewinnen oder verlieren. Ein dazwischen existiert nicht.

Wenn du verlierst, bist du ein Versager, ein Nichts, ein Niemand. Alle werden dich verachten, du wirst ausgegliedert, ausgeklammert und jeder Liebe entzogen.

Gewinnst du - bist du also ein Siegertyp - dann ist dir Applaus sicher, Anerkennung, Lob, Sicherheit, Geld, Rum und Grösse. Alle lieben sie dich, gratulieren sie dir, erheben dich zum „König“ (The King!). Ein schönes Gefühl, nicht?

Wir alle suchen in diesem Modus ‚kleines ICH‘ nach diesen tollen und erhabenen Gefühlen! Wir sind ständig auf der Suche, ja sind SÜCHtig danach!


Vom Kopf wieder ins Herzen
Doch dieses sich abmühen, um Anerkennung und Liebe buhlen hat auch so seine Kehrseiten. Es zerrt an unseren Kräften, nimmt uns damit auch die Freude. Ist es nicht interessant? Da leben wir (in den deutschsprachigen Ländern) meistens in Saus und Braus, sind finanziell gut abgesichert, haben einen liebevollen Partner an unserer Seite, haben Arbeit und einen Status im Leben erreicht…und doch(!) sind wir so oft ausgepowert und unzufrieden. Burnout lässt grüssen (hat sich übrigens in der Zwischenzeit zur Zivilisationskrankheit erhoben).

Was läuft also schief, frage ich mich? Was braucht es denn zum echten Glück? Meiner Wahrheit nach, haben wir es verlernt, unserem Herzen zu folgen. Stattdessen werden wir vom Kopf regiert. Wir haben die Liebe ausgeklammert und uns der Angst verschrieben. Angst nicht gut genug zu sein, nicht stark genug, nicht schön genug, nicht liebenswert genug!

Irgendwann muss es dann zum Kollaps kommen. Irgendwann stellt sich der Einbruch ein und die Depression folgt. Und ich sage; es ist gut so! Ja, die Depression ist für mich ein segensreicher Akt deiner Seele! Und warum? Weil du lernen darfst, jetzt endlich einmal auf die Bremse zu drücken und vom Gaspedal runterzugehen. Weil dir somit ermöglicht wird, den Druck den du über all die Jahre aufgebaut hast, zu entlassen!

Ich kann nicht mehr! Es ist mir einfach zu viel! Ich will nicht mehr!“
Diese Worte sind in heutiger Zeit nicht mehr selten anzutreffen. Im Gegenteil! Und Depression bekommt seine wahre Bedeutung wenn man es aus dem Englischen ‚de-pressure‘ (weg vom DRUCK) ableitet.

Was will das Leben einem da andeuten? Was für eine Botschaft möchte einem sogenannten depressiven Menschen (und es werden immer mehr!) zukommen? Die Seele möchte dich aufrütteln und sagen: Mensch, komm zur Ruhe. Lass dich fallen, entspann dich und besinne dich endlich wieder deinem Herzen, deiner dir innewohnenden HERZ-Intelligenz!“

Wir sind schon so verkopft, so im Kampf und Wollen, dass wir doch tatsächlich unser Herz vergessen haben. Wir horchen auf die angstvollen Gedanken im Kopf und vernachlässigen die feine und sanfte Stimme der Liebe im Herzen. Und aus diesem Grund ist es ein Segen wenn du aufgibst, wenn du loslässt. Druck ablassen, entspannen, relaxen.

Was fühlt sich denn liebevoller an? Ein sich krampfhaftes anspannen, oder das entspannte, wohlige und warme Gefühl danach? Und hiermit möchte ich nicht ausdrücken, dass wir nur noch der Faulheit frönen sollen (auch wenn sie ebenfalls ihre Berechtigung hat). Vielmehr möchte ich dir einen neuen Weg aufzeigen, wie du schneller und gezielter an deine Wünsche und Ziele kommst. Im NICHTS-TUN.


„Im Herzen eines Menschen
ruht der Anfang und das Ende aller Dinge."
Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi



Das Grosse ICH
Im chinesischen gibt’s einen Begriff für das Nichts-Tun und wird „Wu-Wei“ genannt. Das „Nicht-Handeln“ meint hiermit aber nicht, nun passiv zu bleiben, sondern eher dies: nicht forciert zu handeln, nicht mit aller Gewalt, nicht aus dem Wollen und Sollen heraus.

Wu-Wei bedeutet auch, nicht gegen den Fluss der Dinge anzukämpfen. So hat der Wind in der Geschichte aus dem Kopf, aus dem kleinen ICH gehandelt. Es MUSS jetzt aber sein!“ Das Resultat daraus ist bekannt!

Doch das Leben schreit dir immerzu: Nein, es muss gar nichts, sondern aufgepasst es DARF sein! Und wenn du loslässt, dich von der krampfhaften Haltung des Wollens verabschiedest, dann gelangst du in die Haltung von Akzeptanz-wie-es-gerade-IST und bringst den Fluss der Dinge wieder ins Rollen.

Die Sonne hat den entgegengesetzten Weg des Windes gewählt, den des grossen ICHs, welches genauso in jedem von uns schlummert. Die Wahrheit ist, DU bist das grosse ICH (du hast es nur vergessen).

Das grosse ICH ist jener Teil in dir, der nicht in der Dualität sondern im SEIN lebt. Der seinen Platz im Herzen hat. Es ist dein göttliches Selbst, dein wahres ICH. Der Teil, der weiss, dass alles was geschieht, richtig ist. Er weiss auch, dass alles EINS und miteinander verbunden ist, ist sich dessen ganz klar und bewusst. Das grosse ICH kennt nur LIEBE, absolutes VERTRAUEN und lebt in der Gelassenheit und im Wissen, dass es nichts zu gewinnen noch zu verlieren gibt. Denn alles was du brauchst, nach dem du verlangst, ist schon in dir.

Aus dem grossen ICH zu agieren, bedeutet aber auch offen und verletzlich zu sein. Doch für die meisten ist dies ein Graus. Ich habe es auf die harte Tour gelernt und soll verdammt sein, wenn ich mich schwach“ und verletzlich zeige.“
Die Wahrheit ist, du wirst verdammt sein, wenn du es NICHT tust! Dann wirst du weiterhin aus dem Kopf und aus der Angst dein Leben gestalten, weiterhin im Kampfmodus verharren und stetig dich auspowern lassen.

Verletzlich zu sein, bedeutet offen und wahrhaftig zu sein. Es bedeutet wieder vom Kopf ins Herzen zu gelangen und aus einer liebenden und bewussten Haltung das Leben zu leben. Statt Kampf, folgt Liebe. Statt TUN (forcieren, Kopf), gelangst du ins SEIN (in dein Herz, deine wahre Natur).

Die Sonne hat dieses Wu-Wei praktiziert, hat aus dem SEIN heraus gewirkt. Statt sich abzumühen wie der Wind, hat sie sich entschlossen, einfach ihr wahres Wesen zu sein.
Heisst: Im Herzen zu sein und von da LIEBE auszustrahlen (du kannst nicht anders, wenn du im Herzen bist). Sie hat aufgehört zu Wollen, etwas zu erzwingen. Natürlich, sie war immer noch AKTIV, sie nahm immer noch Teil am Geschehen, aber sie war nicht krampfhaft dabei um etwas zu kriegen, um anzukommen, um zu gewinnen (zwecks Aufmerksamkeit und Liebe anderer).  


„Frage dich stets:
Was würde die Liebe jetzt tun?“
Neale Donald Walsch


Welche Wahl triffst du?
Nun kann sich ein jeder für sich fragen, welchen Weg er denn nun gedenkt einzuschlagen. Weiterhin den Weg des Kopfes zu gehen und damit der Angst zu folgen, oder aber zurück ins Herzen zu finden und aus der Liebe zu handeln!?

Hast du das Abmühen, den Druck und den Kampf satt, dann beruhige dein inneres Kind (das kleine ICH), in dem du es liebevoll in deine Arme nimmst, es tröstest und mit deiner Herzensliebe nährst. Ich verstehe dich, mein kleines ICH, dass du solche Angst vor dem Alleinsein hast. Ich erkenne, deine Angst nicht geliebt und anerkannt zu sein. Und ich bin bereit dich jetzt mit meiner Herzensliebe zu erfüllen, dich zu lieben und zu würdigen als das was du bist.“

Verfahre so, wann immer du dich darin verlierst, aus der Angst heraus zu handeln. Beruhige dein kleines ICH. Und dann… ja dann fühle in dein Herz hinein, wo sich immer mehr ein Gefühl von Friede, Liebe und Gelassenheit ausbreiten mag. Aus diesem Punkt deines göttlichen Herzens heraus bist du dann stabil und klar genug, um aus deinem SEIN zu wirken.

Du wirst so handeln, wie die Sonne es tat. Aus deinem inneren und wahren Kern heraus, dem grossen und wahren Selbst das du bist. Und je mehr du das tust, umso mehr kommst du dir selbst nahe, umso mehr lebst du das, was du wirklich bist.

Dein Leben wird sich ändern. Von Kampf und Angst, zu Gelassenheit und Liebe. Denn das Leben war nie gedacht, um sich abzumühen, es war nie gedacht um zu Leiden. Das Leben darf eine Erfahrung der Leichtigkeit und der Freude sein.

Darum: Lasse nun los – atme aus – entspanne – lasse los…Ausatmen!

Geniesse dein Leben aus ganzem HERZEN, das wünsche ich dir!




Manuel V. Garcia

RSS Follow Fan werden

Letzte Einträge

Das Geschenk der Angst - Teil 2
Das Geschenk der Angst - Teil 1
Ich muss mich schützen! Ist das wahr?
Inkarnationsvertrag
3 Stolpersteine welche dich vom neuen Bewusstsein trennen

Kategorien

Angst ist LIEBE
Engel
Gedanke der Woche
Gesetz der Anziehung
Schöpferbriefe
Zeitenergie
erstellt von