Seelenlicht - Lebe Dein wahres Selbst
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Auf der Suche nach der Liebe

Liebes Seelenlicht



Es war einmal eine Frau, die auf der Suche nach der Liebe war.

Zuerst suchte sie in ihrem eigenen Dorf. Sie ging herum und fragte jeden Mann und jede Frau: Sag, liebst du mich?“

Die meisten lächelten unsicher und mitleidig, einige aber reagierten auch verärgert. Hier fand die Frau nirgendwo die Liebe. So beschloss sie, so lange in der Welt herumzureisen, bis sie die Liebe gefunden hatte.

Gesagt, getan. Doch überall erlebte sie dasselbe, wie schon in ihrem eigenen Dorf: Menschen, die allenfalls freundlich waren, in schlimmeren Fällen aber sogar böse wurden. Weit und breit keine Liebe.

So kehrte sie traurig in ihr Dorf und in ihr Haus zurück.

Müde streifte sie die staubige Kleidung ab und nahm ein Bad. Beim Blick in den Spiegel hielt sie inne. Aus der Gewohnheit heraus stellte sie die Frage, mit der sie so lange durch die Welt gereist war: Sag, liebst du mich?“

Und da wuchs ein Gefühl in ihr und sie sah sich nicken.

Als sie am nächsten Tag unter die Leute ging, erkannte sie die Liebe überall. Sie hatte sie gefunden, denn: sie liebte.

Tania Konnerth aus ihrem Buch "Aus der Schatzkiste des Lebens"


Wo ist sie nur?
Kennen wir das nicht alle? Das ständige Suchen nach der Liebe und ihren Geschwistern, die da heissen: Anerkennung, Wertschätzung und Aufmerksamkeit? Ein sehr menschliches Verhalten, ein sehr menschlicher Trieb? Ja doch! Und dies darf auch sein. Doch frage ich mich gleichwohl, ob dieses suchen danach nicht auch ermüdend und belastend ist?

Wie denkt er bloss über mich?“ Mache ich es auch richtig für dich?“ Ich hoffe doch, dass ich gut genug bin.“ Wie komme ich nur an, wenn ich ihr die Wahrheit sage?“  
Diese und ähnliche Gedanken begleiten uns Tag ein, Tag aus. Natürlich, die einen haben ein stärkeres Verlangen danach, andere weniger. Aber ein (fast) jeder ist bestrebt, die Liebe zu finden. Das Gefühl, gut zu sein, irgendwie dazugehörend und liebenswert zu sein, so wie man ist. Nicht wahr?


„Wenn du es dort nicht finden kannst, wo du bist,
wo willst du hingehen, um es zu suchen?“
Sprichwort im Zen


Der Fokus im Aussen
Wir sind Meister geworden in der Täuschung und Illusion. Wie gut wir doch alle schauspielern können, wie gut wir doch darin sind, etliche Masken zu tragen. Und das alles aus der Angst heraus, nicht liebenswert genug zu sein, nicht gut genug zu sein, so wie wir sind. Da frage ich mich wirklich: wer wären wir ohne all diese angsterfüllten Gedanken? Wären wir dann nicht einfach frei uns selbst zu sein, so wie das LEBEN uns erschaffen hat? Irgendwie ein tröstlicher Gedanke, nicht?

Dieses ständige danach trachten nach der Liebe und der Aufmerksamkeit anderer, ist nicht nur anstrengend, nein, es lässt uns auch traurig sein. Und diese Trauer sitzt tief, ist ein Schluchzen der Seele selbst, die uns zurufen möchte:
 Mensch, höre auf dich zu verstellen, sei einfach nur du selbst. Lege alle Masken der Täuschung ab und lebe dein wahres Selbst. Denn ich, deine Seele, habe nur einen Wunsch. Ich möchte DIE göttliche Facette sein, die ich bin, die wir beide sind. Und als DIESE möchte ich mich ausdrücken und erfahren.“

Deine Seele, wie die aller anderen auch, hat ihr Anliegen darin, echt und wahrhaftig zu sein. Wir alle sind als Original geboren und doch sterben die meisten als Kopie. Und genau dieses sich anpassen wollen (aus Angst nicht geliebt zu werden) versetzt die Seele in Trauer. Sie mag sich so gerne ausdrücken und leben als das was sie ist: ein göttliches Original, welches einzigartig ist.

Dabei ermuntert uns unsere Seele. Immer echter und wahrhaftiger zu werden. Statt sich also Gedanken darüber zu machen, was andere über uns denken, sollten wir lieber den Fokus darauf richten, was WIR über uns selbst denken.


„Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg,
aber einen sicheren zum Misserfolg:
Es allen recht machen zu wollen!“
Platon


Die Anderen sollten mich lieben, so wie ich bin; ist das wahr?
Da auch ich gerne geliebt werde (ja wie gut es ist, auch einfach ein Mensch zu sein) und in meiner Angst es nicht zu sein, oft mir selbst untreu bin und mich verleugne, habe ich mich kurzerhand entschlossen, folgender Gedanke mal unter die Lupe zu nehmen.

Wir alle tragen in uns ein inneres, verletztes Kind, welches nach Liebe und Anerkennung hungert. Und dieses Kind fühlt sich verlassen und besteht darauf, geliebt zu werden. Von daher rührt dann auch der Gedanke:

„Die anderen(oder eine bestimmte Person) sollten mich lieben, so wie ich bin.“

Diesen Gedanken möchte ich nun mit Hilfe der vier Fragen von The Work (von Byron Katie, mehr darüber siehe http://www.thework.com/deutsch )auf dessen Wahrheit überprüfen. Wenn du magst, dann kannst du dabei gern für dich mitmachen.

Die erste Frage lautet:Ist das wahr, Manuel, sollten die anderen dich lieben, so wie du bist?“
Ich horche in mich hinein und sehe; Ja, da ist ein Wunsch danach, so geliebt zu werden wie ich bin.

Die zweite Frage (und es gibt keine ‚richtige‘ Antwort, sei nur ehrlich zu dir selbst) lautet: Kannst du dir, Manuel, absolut sicher sein, dass die anderen dich lieben sollten, so wie du bist?“
Wiederum spüre ich die Antwort darauf in mir, die da sagt: Nein, ganz sicher kann ich da nicht sein. Ich kann nicht mit absoluter Gewissheit sagen, dass die anderen mich so lieben und akzeptieren sollten, wie ich bin.

Die dritte Frage: Wie reagierst du, Manuel, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst: Die anderen sollten mich lieben, so wie ich bin?“
So fühle ich also in mich hinein und erkenne: wenn ich diesen Gedanken glaube, merke ich, wie mein Körper sich anspannt. Eine Mischung aus Angst und Wut kommt dabei hoch. Ein Ärger, dass sie mich immer noch nicht anerkennen, so wie ich bin. Und gleichzeitig ist da auch eine Trauer. Ich spüre dabei eine ständige Suche nach Aufmerksamkeit und Liebe. Bin nur noch darauf fokussiert, wie die anderen mich sehen könnten. Dieser Gedanke löst also in mir nichts anderes als Stress, Angst und Kummer aus.
Ganz schön verkrampft, dieser Gedanke, nicht? :-)

Die vierte Frage dieser Untersuchung lautet: Wer wärst du, Manuel, ohne den Gedanken: Die anderen sollten mich lieben, so wie ich bin?“
So schliesse ich also die Augen, kehre wieder in mich ein und stelle mir vor, dass jener Gedanke, den ich gerade überprüfe, nicht mehr in mir existiert. Wie fühle ich mich dann? Wie sehe ich dann das Ganze? Nun, ohne diesen Gedanken fühle ich mich frei! Ja tatsächlich, es fühlt sich frei an, einfach der zu sein der ich bin. Ich wäre ganz entspannt, spüre eine Erleichterung. Ein Ausatmen! Es kümmert mich nicht mehr was andere von mir halten, ich BIN einfach. Ohne den Wunsch nach bestimmten Resultaten. Ein Friede kehrt in mich ein. Schön! Ich hätte auch nicht mehr den Wunsch, es allen Recht zu machen, oder mich gar zu verbiegen. Stattdessen lebe ich aus mir heraus, ein echtes und wahres sich-ausdrücken.

Byron Katie empfiehlt, den Gedanken nach den vier Fragen noch umzukehren. Also kehre ich den ursprünglichen Gedanken von: „Die anderen sollten mich lieben, so wie ich bin“ um, zu:

„Ich sollte die anderen lieben, so wie sie sind.“

Ist diese neue Aussage wahr, oder gar wahrer als die erste? Ja, denn wie oft urteile ich selbst über andere? Wie oft ärgere ich mich über eine Person oder bin gar traurig über ihr Verhalten, anstatt sie mal so wahrzunehmen und zu lieben wie sie gerade ist? Wie oft denken wir, die andere Person sollte spiritueller sein, ehrlicher, aufrichtiger, authentischer, toleranter, grosszügiger und vieles andere ‚Sollen‘ mehr?

Da erkenne ich, dass ein jeder geliebt werden möchte, dass ein jeder sich nur verstellt und handelt, um nicht (vermeintlich) verletzt zu werden. Ich erkenne an, dass sein Verhalten ein Schrei nach Liebe ist. Und sogleich öffnet sich mein Herz für diese Person und nimmt sie so an, wie sie gerade ist, jetzt, in diesem Moment.

Ich kann den ursprünglichen Gedanken aber nochmals umkehren, zu:

„Ich sollte MICH selbst lieben, so wie ich bin.“

Ist diese neue Aussage darüber ebenso wahr, oder gar wahrer? Oh ja…und wie! Genau, ich sollte mich selbst lieben! Anstatt die Liebe und Anerkennung im Aussen zu suchen, darf ich mich mal um mich selbst kümmern. Wie kann ich denn erwarten von anderen geliebt zu werden, wenn ich mir diese selbst verweigere? So hört das ständige Suchen danach augenblicklich auf, wenn ich erkenne, dass in mir selbst die LIEBE ist und diese von mir so gerne erkannt werden möchte.


„Es ist nicht Ihre Aufgabe mich zu lieben –
es ist meine!
Byron Katie


Selbstliebe und das Kind in dir
Wir erkennen also, dass es eher ein Krampf und Kampf ist, als eine Freude, die Sucht nach der Liebe im Aussen. Natürlich ist es schön, von jemand geliebt zu werden. Natürlich tut es gut, von einer uns nahestehenden Person umarmt zu werden und deren Wärme zu spüren. Und natürlich ist es wunderbar, wenn wir auch von unseren Mitmenschen Lob und Anerkennung erhalten.

Doch vergessen wir nicht allzu oft uns selbst dabei? Wir möchten geliebt werden, und das ist in Ordnung! Und dennoch was spricht dagegen, uns selbst zu lieben? Ich liebe mich so, wie das Leben mich geschaffen hat!“
Ich weiss, oft fällt es schwer, sich erst mal mit solchen Worten anzunehmen. Oder gar in den Spiegel zu schauen und dabei die Worte zu formulieren, wie:
Hey du da, ja DU im Spiegel, weisst du was? Ich liebe und ehre dich. Schön das du da bist!“
Für viele fühlt sich das dann eher unecht und gespielt, ja gekünstelt an.

Doch was ist, wenn wir von nun an in die ‚Bereitschaft-Zu-Lieben‘ gehen würden? Was ist, wenn wir von jetzt an zu uns selbst sagen würden: Ich bin BEREIT dich so zu lieben und anzunehmen wie du bist! Ich bin bereit dich in deinem so-sein zu akzeptieren. Ich bin bereit zu erkennen, dass du richtig bist, wie du bist und dass du deinen Weg gut machst. Ja, ich liebe dich.“
Das fühlt sich dann doch ehrlicher an, oder nicht?

Und wenn uns bewusst wird, dass es unser inneres Kind ist, welches sich so sehr nach der Liebe sehnt (nach unserer!), dann können wir sogar noch einen weiteren Schritt gehen. Und zwar den, dass wir es umarmen immer dann, wenn wir uns ungeliebt fühlen.

Versuche doch mal, wenn du dich wieder unverstanden fühlst, einfach folgendes: Schliesse deine Augen, atme tief ein und aus, kehre in dich ein. Dann stelle dir vor deinem inneren Auge das Kind vor. Das, welches du selbst einmal warst. Ein unschuldiges und oft so verletztes und verlassenes Kind. Und wenn du es siehst (oder wahrnimmst), dann schaue es an. Nimm wahr wie es sich fühlt, wie es ihm geht. Lächle es an wenn du magst, knie dich zu ihm nieder und breite deine Arme weit aus.

Ich liebe dich, ich der Erwachsene bin jetzt da für dich, komm in meine Arme und lasse dich trösten!“, kannst du ihm dann zuflüstern. Sodann geniesse es einfach; festumschlungen in deinen Armen.

Fühle wie dein Herz für dieses Kind sich erbarmt, wie es sich öffnet und die Liebe zum fliessen kommt. Du wirst schnell einmal feststellen, wie unendlich gut das tun kann – denn wenn du das Kind in dir liebst, liebst du auch dich! Du und das Kind seit eins, es ist dein göttlicher Ausdruck selbst. Und wenn du diesen in die Heilung bringst, dann lebst du das, was du immer leben wolltest: Dich selbst, in deiner ganzen Wahrheit und Schönheit!

Dies wünsche ich mir sehr für dich, für mich, ja für uns alle! Möge so die Welt ein immer schönerer Ort der Liebe und des Friedens werden. Möge ein jeder verstehen, dass wir alle selbst die LIEBE sind und erkennen, dass alles GUT ist, so wie es ist.

Ist es verkehrt, wenn ich dir nun sage:"Ich liebe dich, ich liebe mich, danke?!"



Manuel V. Garcia




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