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Gefühle in Liebe verwandeln - Teil 3

Liebes Seelenlicht




Heute möchten wir uns dem Thema Vergebung resp. der Verzeihung widmen. Ich für meinen Teil erachte die Kraft der Vergebung für das Wesentlichste neben der Liebe. Sie ist die Schwester von ihr und nicht etwa die kleinere, sondern ihr Zwilling. Denn gemeinsam gehen sie Hand in Hand. Und worauf immer sie treffen, entsteht Heilung.

Bei all den tollen und sehr effektiven Methoden der Heilung und Ganzwerdung, welche heute der esoterische und spirituelle Markt in grosser Anzahl bietet, wird aber immer wieder dieser Akt der Liebe oft vernachlässigt. Dabei ist sie der Schlüssel für unser eigenes Heil! Nur sie alleine kann zusammen mit der Liebe unseren tiefsitzenden Groll, Hass, Wut und all die Verletzungen beheben. Nur sie kann diesen Planeten in ein Paradies der Liebe, der Freude und der Leichtigkeit verwandeln.

Da können wir noch so oft Gebete und Mantra rezitieren, auf die Kraft der Engel hoffen, oder von Seminar zu Seminar springen, um unseren Schmerz zu erlösen. Ohne die Kraft der Vergebung, ohne dass wir den anderen und nicht zu vergessen – vor allem UNS SELBST vergeben und verzeihen – kann und wird der Friede in uns nicht stattfinden können.

Das sogenannte „Auge um Auge“, ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Eine Zeit, in der unser Ego noch die Oberhand hatte und uns darin bekräftigte, mit aller Wucht und Hass unseren Feinden zu begegnen, ja ihn sogar zu zerstören. Noch heute gibt’s in nicht wenigen Menschen und Kulturen das Verlangen nach Rache. Schliesslich hat uns jemand verletzt, uns weh getan… dieser Akt muss dann natürlich mit Gleichem wieder vergolten werden. Wo kämen wir sonst hin? Diese und ähnliche Gedanken denkt es immer noch in vielen Köpfen. So ist in manchen Kulturen gar noch das Recht der Vergeltung – auch mancherorts Blutrache genannt - anzutreffen. Zwecks der Ehre und dem Stolz natürlich…!

Keinesfalls geht es mir darum, jetzt andere Ansichten, kulturelle und ländliche Werte anzugreifen. Ich deute nur darauf hin, was diese Wut und Hass in uns anstellen kann. Ach ja… das sogenannte Auge um Auge – Prinzip endet mit den Worten: und die Welt wird blind!


Die Bedeutung der Vergebung und des Verzeihens
Der Akt der Vergebung und des Verzeihens kann indes nur das Herz verstehen. Nicht aber das (alte!) Egobewusstsein; dessen Aufgabe es ist, uns mit allem nur erdenklichen vor Verletzungen zu schützen und unser Gegenüber zu zerstören (so hart und schlimm das auch klingen mag. Aber sind wir doch für einen Moment aufrichtig und ehrlich zu uns selbst: wie schnell handeln wir aus dem Ego heraus, wenn uns jemand mit Worten und Taten verletzt hat? Richtig! Und zack schlagen wir zu, verteidigen uns und versuchen es dem Gegenüber oft gleichzutun).

Soweit ist es bestimmt klar, dass Vergebung – vor allem aufrichtige - niemals Kopfsache ist, sondern NUR aus dem Herzen heraus kommen kann.

Das Wort Verzeihen hat seinen Ursprung aus dem Mittelhochdeutschen ‚verzihen‘ und geht mit der Bedeutung von ‚sich lossagen‘ einher. Das ‚sich lossagen‘ ist das Schlüsselwort zur Handlung des Verzeihens. Von was aber sollten wir uns lossagen? Nun, vielleicht von all unseren Lasten, von unserer Wut und unserem Hass, den wir in uns tragen und oft über Jahre und Jahrzehnte wie ein geliebter Schatz hegen und pflegen.

Dieser tiefsitzende Schmerz, Wut und Hass den wir in uns aufbewahren und gegenüber unseren Feinden richten, richten wir aber auch UND vor allem auf uns selbst. Denn dieser Groll sorgt dafür, dass wir früher oder später uns selbst vergiften. Es verzerrt uns regelrecht. Denn Hass und Wut hat so eine destruktive Kraft, dass sie uns Energie und Lebendigkeit, um nicht zu sagen LebensFREUDE, raubt. Die konstruktive, aufbauende Kraft dem Gegenüber ist – genau! - die LIEBE und das damit verbundene Gesetz der Vergebung.

Mit dem Akt der Vergebung geht es in erster Linie also darum, all unsere Lasten, die wir mit uns tragen, endlich mal loszulassen. Es ist Selbstliebe, wenn wir uns von all dem befreien – und wie du vielleicht weisst, geht es bei diesem Vorgehen vor allem auch um dich selbst – um dein Seelenwohl nämlich.  

„In gewisser Weise bedeutet Vergebung bisweilen einfach, dass wir beschließen, den Hass in unserem Inneren nicht länger mitzuschleppen, weil wir begriffen haben, dass er uns vergiftet.“

- Jack Kerouac -


Was Vergebung NICHT ist
Nicht wenige Menschen haben das Gefühl, dass wenn wir verzeihen, wir somit auch automatisch das Geschehene gutheissen würden. Dem ist nicht so! Vergebung heisst schlicht und einfach in etwa wie:
Mein liebes Gegenüber. Deine Worte und Taten die du gegen mich gerichtet hast, haben mich zutiefst verletzt. Ich weiss, in dem Moment konntest du wohl nicht anders und hast bewusst oder unbewusst aus der Unliebe heraus gehandelt. Mir ist klar, dass in dir wie auch in mir alte Verletzungen und Wunden tief gespeichert sind und wir uns daher oft zu solchen Taten hinreissen lassen. Ich heisse deine Worte und Taten der Unliebe nicht gut und distanziere mich nach wie vor von solch einem Verhalten. Doch möchte ich das Geschehene jetzt zu deinem und meinem Wohle loslassen. Was passiert ist, ist passiert.“

Ganz wichtig: Du hast auch eine Würde und darfst dich zurückziehen wenn du dich verletzt fühlst!  Es zeugt nicht von Selbstliebe - wenn dich jemand beleidigt und verletzt - den Kopf weiterhin hinzuhalten. Gehe raus aus dem, ziehe deine Grenzen und ziehe dich auch mal ruhig zurück. Wenn dein Gegenüber dich weiterhin mit seinen Worten und Handeln angreift, dann verlasse die Situation. Wir müssen nicht zu einer Art Heiligen mutieren, welche Verzeihen mit dem gleichsetzen wie: Es ist schon gut, was du getan hast. Bitte tritt mich wieder. Ich übe mich ja in der Liebe, nur zu!“

Wichtig ist immer die Liebe zu dir selbst, deine Selbstachtung und deinen Respekt dir gegenüber!


Vergeben geht mit Verstehen einher
Wir alle handeln immer mal wieder aus der Unliebe heraus. Nicht nur unser Gegenüber benimmt sich manchmal grob, verletzend und gemein. Selbst wenn wir dazu neigen, schnell unseren Nächsten zu verurteilen, sollten wir nie vergessen, dass auch wir unsere „Fehler“ und Schattenseiten in uns tragen. Da fallen mir die weisen Worte eines Mannes ein, der vor zweitausend Jahren mal gesagt hat:
Wer frei von Sünden ist, der Werfe den ersten Stein.“ 
Oder das neuzeitliche Pendant dazu: Wenn du mit dem Finger auf jemanden zeigst, dann vergiss niemals, dass in dem Moment drei auf dich selbst zeigen!“

Will heissen: wenn du nicht gerade ein Heiliger und „sündenfreier“ Mensch bist und schon erleuchtet auf die Welt kamst, so kannst du dir sicher sein, dass auch du deine Fehltritte hast. Und das ist okay und vollkommen in Ordnung! Wir sind hier um Missgeschicke zu erfahren, um zu wachsen und uns in der Liebe wieder und wieder zu üben.

Wenn dich das nächste Mal also jemand verletzt, dann frage dich lieber: 
Wenn ich mein Gegenüber wäre, WARUM und aus WELCHEM Grund würde ich denn so handeln wie diese Person?“
Frage dabei nicht aus dem Kopf, sondern aus deinem Herzen heraus. Dann wirst du eine Antwort erhalten, die dich ins Verständnis und somit in die Vergebung geleitet.

Vielleicht ist deine Antwort etwa wie:
Hmm wenn ich diese Person wäre, hätte ich wohl daher so gehandelt, weil ich mich selbst klein und hilflos gefühlt hätte. Auch vielleicht aus dem Grund heraus, weil ich meinem Gegenüber was missgönnt hätte.“

Nun Frage dich als Nächstes ehrlich aus dir heraus:
Fühle ICH mich manchmal nicht auch klein und hilflos? Und vergönnte ich nicht auch schon jemanden etwas?“

Wenn uns klar wird, warum der andere so gehandelt hat und auch erkennen, dass auch wir manchmal so sind, so kann Verständnis einkehren – und der Akt der Vergebung wird ein leichterer. 

Aber auch hier gilt: Verstehen heisst noch lange nicht, dass wir in der Situation bleiben, geschweige denn sie für gutheissen müssen!


Erste Hilfe bei Angriffe und Verletzungen: „Was würde die Liebe jetzt tun?“
Solltest du das nächste Mal in eine Situation geraten, wo dich jemand kränkt, sei es mit Worten oder Taten, so versuche mal bewusst und aus dem INNEREN Beobachter heraus zu agieren (statt zu re-agieren). Das heisst nichts anderes, als Raus aus dem Kopf (dem Ego und dem Verstand) und rein ins Herz.

Aus diesem Ort heraus, frage dich dann: Was würde die Liebe jetzt tun?“  

Und glaube mir, aus deinem Herzen wird NICHT als Antwort kommen: sei ebenfalls gemein zu dieser Person, schlage zurück, sei verletzend und revangier dich gefälligst!

Es wird dir aber auch NICHT folgende Worte entgegnen: Liebe deinen Nächsten und lass dich weiterhin mies behandeln…! Nein! Dein Herz wird dir eher dazu raten, DICH SELBST anfangen zu respektieren, dich in Selbstliebe und Achtung zu üben.

Die Worte des Herzens könnten in diesen Momenten etwa sagen:
Mein liebes Kind, ich weiss, die Taten deines Gegenübers schmerzen dich. Wenn du magst, dann darfst du dich auch gerne zurückziehen, dieses Verhalten musst du nicht tolerieren, um ein lieber und guter Mensch zu sein. Vergib deinem Gegenüber, denn er handelt gerade in der Unliebe heraus, ist sich dessen vielleicht nicht einmal bewusst. Lass los was dir nicht gut tut, lächle ihn mit deinem Herzen an und gehe dann deinen Weg in Frieden weiter.“

Dein Herz und die Liebe verurteilen niemals deinen Nächsten, geben dir aber stets den Rat deinen Wert zu erkennen und möchten dich darin unterstützen, deine Selbstachtung und Selbstliebe hochzuhalten!


Über den Wert der Selbstvergebung
Zu guter Letzt sollten und dürfen wir nicht vergessen, uns selbst zu verzeihen. Nicht wenige, wenn nicht alle, stehen ständig mit sich selbst im Krieg. In dem wir uns und andere kritisieren, beleidigen, verletzen und herabwürdigen, beladen wir uns zuhauf mit Schuld- und Schamgefühlen. Mit dem Akt der Selbstvergebung entlassen wir dieses Gift in uns. Wir sagen zu uns dann etwa die Worte:
Ich habe mich und meine Mitmenschen oft verletzt und verurteilt. Dieses Verhalten tut mir leid. Ich erkenne, dass ich damals aus der Unliebe und oft aus dem Unbewussten gehandelt habe. Dafür übernehme ich nun Verantwortung und vergebe mir selbst. Ich lasse los und befreie mich von aller Selbstkritik und Selbstverachtung. Nun bin ich frei und wähle von nun an, bewusster und aus dem Herzen heraus zu handeln.“  

Dieser wichtige Schritt der Selbstvergebung ist ein grosser Schlüssel zur Heilung in uns. Daher nimmt dieser einen bedeutenden Platz ein im Verwandeln unserer Gefühle.




Schritte zur Verwandlung der Gefühle


Schritt 1: Atme und entspanne dich (dieser Schritt wird hier aufgeführt und beschrieben)

Schritt 2: Das Gefühl bejahend annehmen (dieser Schritt wird hier aufgeführt und beschrieben)

NEU: Schritt 3: Vergeben und loslassen

Bis zu diesem neuen Schritt hast du bereits schon ein unangenehmes Gefühl in dir wahrgenommen. Du hast dir ebenfalls  genug Raum, Entspannung und Erdung geschaffen (Schritt 1). Auch hast du bereits den Beobachterstatus eingenommen und in diesem dein Gefühl bejahend angenommen und die Verantwortung dafür als Schöpfer / Schöpferin übernommen (Schritt 2). Nun bist du bereit dazu, das Gefühl wieder fliessen zu lassen – oder anders ausgedrückt loszulassen (nicht ver- wechseln mit wegmachen!).

Dazu wendest du dich wie eine liebende Mutter, ein liebender Vater deinem Gefühl zu. Wenn du magst, stelle dir dabei vor, das Gefühl wäre dein Kind (das du als schöpferisches Wesen ja selbst erschaffen hast), welches du auch in deine Arme, resp. in dein Herz schliessen kannst. Sprich zu ihm dann folgende Worte von deinem Herzzentrum heraus:

Danke, dass du da bist! Ich öffne mich dem Gedanken, dass ich dich einst selbst erschaffen habe, und durch dich als Seele die Erfahrung machen durfte, wie es heisst, sich so zu fühlen(denke daran, du sprichst mit dem Gefühl aus deinem wahren Selbst heraus, nicht aus dem Verstand und Egobewusstsein).“

Es tut mir leid, dass ich dich erschaffen habe, oft aus Unkenntnis und aus meiner Unbewusstheit heraus.“

Bitte verzeihe mir dafür, dass ich dich als mein Kind verkannt habe und dich wiederholt unterdrückt und wegmachen wollte. Und auch ich möchte mir dafür vergeben.

Ich liebe dich! Als dein Schöpfer nehme ich dich wieder in mein Herz und führe dich zu mir ins Licht. Du darfst da sein!“

Wie du vielleicht erkannt hast, stammen Teile dieser Worte aus dem kraftvollen Vergebungsritual aus Hawaii, genannt Ho’oponopono (mehr dazu bei einem folgenden Wochenbrief).

Es sind diese Worte:

 Es tut mir leid. Bitte verzeihe mir und ich verzeihe mir. Ich liebe mich und ich liebe dich. Danke! Danke für die Heilung, für die Transformation und für das Wunder.“

Nur alleine schon diese Worte aus dem Herzen heraus zum Gefühl gerichtet (oder zu sich selbst, zum Göttlichen und im Stillen zu anderen Personen), kann eine grosse Erleichterung mit sich bringen, so dass dein Herz Frieden und Liebe findet.

Und hat diese Kraft erst wieder in uns Einzug genommen, so formen sich unsere Lippen nicht selten zu einem Lächeln. Und das ist was ich dir aus ganzem Herzen wünsche: Leichtigkeit, Freude und Frieden!


Manuel V. Garcia


Weiter zu Teil 4



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